Welche Kanzleisoftware passt zu meiner Kanzlei?

Fragen • Kanzleisoftware

Welche Kanzleisoftware passt zu meiner Kanzlei?

Die richtige Kanzleisoftware hängt von Größe, Rechtsgebieten und Arbeitsweise ab. Bevor Sie vergleichen, sollten Sie festlegen, welche Aufgaben die Software übernehmen muss und welche Sie anders lösen.

Kurze Antwort

  1. Kern jeder Kanzleisoftware sind Aktenverwaltung, Mandantendaten und ein zentraler Fristenkalender.
  2. Wer nach Zeit abrechnet, braucht eine Zeiterfassung pro Akte.
  3. Prüfen Sie, ob Sie den Schriftverkehr mit Gerichten über die Software oder separat über das beA abwickeln.
  4. Für Cloud-Software gelten die Vorgaben des § 43e BRAO zur Einbindung von Dienstleistern.

Rechtlicher Rahmen

  • Seit 2018 besteht die passive Nutzungspflicht des beA; seit 2022 müssen Schriftsätze an Zivilgerichte elektronisch eingereicht werden (§ 130d ZPO).
  • Die Verschwiegenheitspflicht (§ 43a Abs. 2 BRAO) gilt auch gegenüber Softwareanbietern; § 43e BRAO regelt, unter welchen Voraussetzungen Dienstleister Zugang zu Mandatsgeheimnissen erhalten dürfen.

Praxisbeispiel

Eine Kanzlei mit zwei Anwälten nutzt das beA für den Gerichtsverkehr und sucht eine Software für Akten, Fristen und Stunden. Sie wählt eine schlanke Lösung ohne beA-Modul und behält den Versand über den bestehenden beA-Zugang bei.

Häufige Fehler

  • Eine beA-Anbindung voraussetzen, ohne sie beim Anbieter zu prüfen.
  • Den Vertrag mit dem Anbieter nicht an § 43e BRAO ausrichten.
  • Gemeinsame Zugangsdaten für mehrere Mitarbeiter.

Wie 4lawyers hilft

  • Akten, Mandanten und Dokumente in einem Konto, mit monatlichem Abonnement pro Kanzlei.
  • Gemeinsamer Fristenkalender mit Hinweisen in der Anwendung und Zeiterfassung pro Akte.
  • Keine beA-Anbindung: Die Gerichtsportal-Synchronisation gibt es nur für rumänische Gerichte (portal.just.ro).